Copp-Preis

Ausgezeichnete Arbeit: PD Dr. Roland Kocijan, Dr. Matthias Hackl & Co.: "Circulating microRNA signatures in patients with idiopathic and postmenopausal osteoporosis and fragility fractures"

Der mit 7.500 Euro dotierte Copp-Preis 2017 der Deutschen Gesellschaft für Osteologie wurde dieses Jahr an an Herrn PD Dr. Roland Kocijan der VINFORCE study group, Dr. Matthias Hackl der TaMiRNA GmbH und Co-Autoren verliehen. Prämiert wurde die Arbeit "Circulating microRNA signatures in patients with idiopathic and postmenopausal osteoporosis and fragility fractures", die 2016 im renommierten Journal of Endocrinology and Metabolism publiziert wurde. In der Studie konnte gezeigt werden, dass eine Gruppe zirkulierender micoRNAs (miRNAs) bei Männern und Frauen mit idiopathischer Osteoporose sowie postmenopausaler Osteoporose verglichen mit gesunden Kontrollen unterschiedlich reguliert sind. Die Ergebnisse waren unabhängig von Alter und Geschlecht. MiRNAs stellen somit eine Gruppe neuer, vielversprechender Serumbiomarker dar, die zukünftig in der Diagnose der Osteoporose eine Rolle spielen könnten.
Der Preis wurde im Rahmen des jährlichen Osteologie-Kongresses im März 2017 Erlangen überreicht.

Über Harold Copp

In den 1980er Jahren hatte die Einführung des rekombinanten Lachs-Calcitonins als Medikament gegen den Knochenverlust neue Hoffnungen bei der Behandlung der Osteoporose geweckt. Um die Forschung auf diesem Gebiet zu fördern, setzte die Fa. Rorer einen mit 15.000 DM dotierten Preis aus, der durch die DGO vergeben werden sollte.
Der Preis wurde nach Prof. Harold D. Copp (1915-1998), kanadischer Wissenschaftler und Entdecker des Calcitonins, benannt.

Durch den Vorstand der DGO wurde zunächst beschlossen, den Preis alternierend für besondere Verdienste um die Forschung auf dem Calcitonin-Sektor im Wechsel mit einem Preis für besondere Verdienste auf dem gesamten osteologischen Gebiet, bevorzugt im deutschsprachigem Raum, zu vergeben. Nachdem der Preis erstmalig 1989 und 1991 vergeben wurde, zog sich die Fa. Rorer aus der Finanzierung des Preises zurück. 1993 ermöglichte eine großzügige Spende durch Prof. Keck, dass der Preis trotzdem vergeben werden konnte. Seit 1997 wurde der Copp-Preis wieder, wenn auch zunächst unregelmäßig, ausgeschrieben und wird nun aus Mitteln der DGO finanziert.
(Quelle: modifiziert aus P. Dietsch, 25 Jahre DGO)

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